Ramona N. Stenz
Präsidentin
Sozialpädagogin B.A. — hält den Verein zusammen und vertritt ihn nach aussen.
Über uns
Ragnarøkkr ist ein Kulturverein mit Sitz in Münchenstein im Baselland — wenige Minuten von der Stadt Basel. Wir beschäftigen uns mit nordisch-germanischer Kultur, Geschichte und Handwerk — nicht als Nostalgie, sondern als lebendige Werkstatt für die Gegenwart.
Das alemannische und das nordische Erbe entstammen unterschiedlichen Regionen, teilen aber viel: einen Sinn für Handwerk, Gemeinschaft, Neugier und Standhaftigkeit, gewachsen über Jahrhunderte durch Austausch und verwandte Wurzeln. Wir verstehen uns als Brücke zwischen diesen Traditionen — ein Ort, an dem alte Tugenden neu interpretiert und lebendig weitergegeben werden. Es geht uns um Kultur und Haltung, nicht um Herkunft oder Abstammung.
Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Mut, Achtung vor der Natur, das Miteinander — an diesen zwölf überlieferten Tugenden orientieren wir unsere Arbeit: Sie prägen, wie wir Anlässe gestalten und miteinander umgehen.
Unsere Statuten benennen die grossen Spaltungen unserer Zeit ausdrücklich — zwischen Arm und Reich, zwischen den Geschlechtern, zwischen Jung und Alt. Dagegen setzen wir gesellschaftliche Teilhabe: für alle Mitglieder, und besonders für Menschen und Gruppen, denen der Zugang zu Kultur und Gemeinschaft schwerer fällt. Wir wollen Familien entlasten, Kindern Zugang öffnen und Generationen verbinden. Kultur und Gemeinschaft sollen kein Vorrecht sein.
Viele finden über das Stichwort Wikinger zu uns, und das ist kein Zufall: Der Verein ist aus einem Fest hervorgegangen, das als Wikinger-Fest gefeiert wurde — mit Gewandung, Handwerk, langen Tafeln und Feuer. Diese Bildwelt gehört zu uns, und wir verstecken sie nicht.
Gleichzeitig sind wir ein Kultur- und Geschichtsverein, kein Fantasy-Club. Uns interessiert die Wikingerzeit als Epoche: wie gearbeitet, gekocht, gefeiert und erzählt wurde. Wir bewegen uns dabei quellenkritisch — was belegt ist, nennen wir belegt; was Deutung ist, nennen wir Deutung. Das gilt genauso für die alemannische Geschichte unserer eigenen Region, die uns mindestens so nahe liegt wie der Norden.
Das Wort Reenactment verwenden wir selten. Wer szenisches Darstellen auf Wettbewerbsniveau sucht, findet dafür spezialisierte Gruppen — und wir verweisen gern weiter. Bei uns geht es eine Stufe entspannter zu: Man muss nichts können, nichts beweisen und keinem Ideal entsprechen. Eine ehrliche Sympathie für Handwerk, Geschichte und Gemeinschaft genügt vollkommen. Wer mit Kindern kommt, wer nur zuschauen will, wer sich erst herantasten möchte: alles gut.
Der Verein wird ehrenamtlich getragen. Sämtliche Mittel fliessen ausschliesslich in die kulturellen, sozialen und ethischen Ziele des Vereins — keine Gewinnausschüttung, keine wirtschaftlichen Eigeninteressen. Bei einer Auflösung fällt das Vermögen an eine steuerbefreite, gemeinnützige Organisation in der Region. Der Verein ist gemeinnützig ausgerichtet; die Anerkennung der Gemeinnützigkeit (Steuerbefreiung) streben wir an.
Gegründet an der Gründungsversammlung vom 8. Dezember 2025 in Münchenstein (BL), als Verein nach Art. 60 ff. ZGB. Politisch und konfessionell neutral.
Der Vorstand
Ramona N. Stenz
Präsidentin
Sozialpädagogin B.A. — hält den Verein zusammen und vertritt ihn nach aussen.
Dominik Anders
Vizepräsident · Medien & PR
Gibt dem Verein Stimme und Gestalt.
Daniel Stenz
Kassier & Aktuar
Führt Finanzen und Protokoll — nachvollziehbar und verlässlich.
Patrik Häner
Events & Kultur
Plant Anlässe und das kulturelle Programm.
Der Verein wird nach aussen durch die Kollektivunterschrift zweier Vorstandsmitglieder vertreten (in der Regel Präsidentin und Kassier).
Wohin wir wollen
Wir nennen bewusst keine genauen Daten. Ein junger Verein wächst mit seinen Menschen — hier ist die Reihenfolge, in der wir gehen wollen.
Das Feuer entfachen
Den Verein aufbauen, erste Mitglieder und Freunde gewinnen, regelmässige Zusammenkünfte etablieren.
Den Kreis weiten
Kulturelle Anlässe, Handwerk und Bildung — Schritt für Schritt, getragen von dem, was die Gemeinschaft trägt.
Die Werkstatt öffnen
Offene Werkstätten für Kinder, Schulklassen und Neugierige — Formate, die Teilhabe konkret machen und Generationen zusammenbringen.
Mitten hinein
Sichtbar werden im Leben rund um Basel — an der Herbstmesse, an Märkten, an der Fasnacht, bei Festen der Region.
Wurzeln schlagen
Dauerhafte Räume für Begegnung schaffen und die Gemeinnützigkeit verankern — ein Verein, der bleibt.
Unsere Haltung
Ragnarøkkr ist ein Kultur- und Geschichtsverein: offen, weltanschaulich neutral und demokratisch. Wir beschäftigen uns mit nordisch-germanischer Kultur aus Interesse an Geschichte, Handwerk und gelebten Tugenden — nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Wir treten jeder rechtsextremen, rassistischen oder völkischen Vereinnahmung nordischer Symbolik aktiv entgegen. Diese Zeichen wurden im 20. Jahrhundert missbraucht und werden es bis heute — das verschweigen wir nicht, wir benennen es. Wer eine Ideologie der Ausgrenzung sucht, ist bei uns falsch. Und was gar keine historische Grundlage hat, sondern erst im Umfeld der SS erfunden wurde — die sogenannte „Schwarze Sonne" etwa oder die „Wolfsangel" als modernes Emblem —, hat bei uns keinen Platz.
Viele alte Zeichen wurden zweckentfremdet — einzelne Runen wie Othala, Tyr oder Sig etwa von SS und HJ. Sie haben dadurch aber nicht aufgehört, Teil der Schrift- und Kulturgeschichte zu sein. Wir halten es deshalb so: Wir verbannen historische Zeichen nicht, wir ordnen sie ein. Sie stehen bei uns nie im Vordergrund, sind nie Aushängeschild und werden nicht übermässig verwendet — aber wo sie zur Sache gehören, zeigen wir sie und erklären ihre Geschichte, den Missbrauch eingeschlossen.
Differenziertes Denken ist eine Haltung, die wir vorleben wollen. Wer pauschal alles meidet, was einmal missbraucht wurde, überlässt den Missbrauchern das Feld. Wer alles zeigt, ohne einzuordnen, macht sich zum Steigbügelhalter. Wir gehen bewusst den Weg dazwischen — und sind auf diesem Weg ansprechbar.
Runen sind für uns Schrift und Geschichte, keine Geheim- oder Zaubersprache. Wir arbeiten kulturhistorisch und quellenkritisch: Wir trennen Beleg von Behauptung, zeigen Runen mit ihrer Übertragung und sagen ehrlich, was gesichert ist und was Deutung bleibt. Auch hier gilt aber die Differenzierung: Neuzeitliche Zeichen wie der Vegvísir gehören zur jüngeren Überlieferung und dürfen bei uns vorkommen — wir sagen dann nur redlich dazu, woher sie stammen. Was wir nicht tun: sie als uraltes Wissen ausgeben oder ihnen Wirkung zuschreiben.
Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Alter oder Behinderung spielen bei uns keine Rolle — ausser der einen Überzeugung: respektvoll und redlich miteinander umzugehen.