Über uns

Ein Kulturverein zwischen Alemannien und Norden.

Ragnarøkkr ist ein Kulturverein mit Sitz in Münchenstein (BL). Wir beschäftigen uns mit nordisch-germanischer Kultur, Geschichte und Handwerk — nicht als Nostalgie, sondern als lebendige Werkstatt für die Gegenwart.

Was uns antreibt

Das alemannische und das nordische Erbe entstammen unterschiedlichen Regionen, teilen aber viel: einen Sinn für Handwerk, Gemeinschaft, Neugier und Standhaftigkeit, gewachsen über Jahrhunderte durch Austausch und verwandte Wurzeln. Wir verstehen uns als Brücke zwischen diesen Traditionen — ein Ort, an dem alte Tugenden neu interpretiert und lebendig weitergegeben werden. Es geht uns um Kultur und Haltung, nicht um Herkunft oder Abstammung.

Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Mut, Achtung vor der Natur, das Miteinander — an diesen zwölf überlieferten Tugenden orientieren wir unsere Arbeit: Sie prägen, wie wir Anlässe gestalten und miteinander umgehen.

Unser übergeordnetes Ziel: Teilhabe

Unsere Statuten benennen die grossen Spaltungen unserer Zeit ausdrücklich — zwischen Arm und Reich, zwischen den Geschlechtern, zwischen Jung und Alt. Dagegen setzen wir gesellschaftliche Teilhabe: für alle Mitglieder, und besonders für Menschen und Gruppen, denen der Zugang zu Kultur und Gemeinschaft schwerer fällt. Wir wollen Familien entlasten, Kindern Zugang öffnen und Generationen verbinden. Kultur und Gemeinschaft sollen kein Vorrecht sein.

Wie wir arbeiten

Der Verein wird ehrenamtlich getragen. Sämtliche Mittel fliessen ausschliesslich in die kulturellen, sozialen und ethischen Ziele des Vereins — keine Gewinnausschüttung, keine wirtschaftlichen Eigeninteressen. Bei einer Auflösung fällt das Vermögen an eine steuerbefreite, gemeinnützige Organisation in der Region. Der Verein ist gemeinnützig ausgerichtet; die Anerkennung der Gemeinnützigkeit (Steuerbefreiung) streben wir an.

Gründung & Sitz

Gegründet an der Gründungsversammlung vom 8. Dezember 2025 in Münchenstein (BL), als Verein nach Art. 60 ff. ZGB. Politisch und konfessionell neutral.

Der Vorstand

Die Menschen dahinter.

Ramona Marschall

Präsidentin

Sozialpädagogin B.A. — hält den Verein zusammen und vertritt ihn nach aussen.

Dominik Anders

Vizepräsident · Medien & PR

Gibt dem Verein Stimme und Gestalt.

Daniel Stenz

Kassier & Aktuar

Führt Finanzen und Protokoll — nachvollziehbar und verlässlich.

Patrik Häner

Events & Kultur

Plant Anlässe und das kulturelle Programm.

Der Verein wird nach aussen durch die Kollektivunterschrift zweier Vorstandsmitglieder vertreten (in der Regel Präsidentin und Kassier).

Wohin wir wollen

Ein Weg in Etappen — ohne Kalender, mit Richtung.

Wir nennen bewusst keine genauen Daten. Ein junger Verein wächst mit seinen Menschen — hier ist die Reihenfolge, in der wir gehen wollen.

  1. Das Feuer entfachen

    Den Verein aufbauen, erste Mitglieder und Freunde gewinnen, regelmässige Zusammenkünfte etablieren.

  2. Den Kreis weiten

    Kulturelle Anlässe, Handwerk und Bildung — Schritt für Schritt, getragen von dem, was die Gemeinschaft trägt.

  3. Die Werkstatt öffnen

    Offene Werkstätten für Kinder, Schulklassen und Neugierige — Formate, die Teilhabe konkret machen und Generationen zusammenbringen.

  4. Mitten hinein

    Sichtbar werden im Leben rund um Basel — an der Herbstmesse, an Märkten, an der Fasnacht, bei Festen der Region.

  5. Wurzeln schlagen

    Dauerhafte Räume für Begegnung schaffen und die Gemeinnützigkeit verankern — ein Verein, der bleibt.


Unsere Haltung

Offen, neutral, demokratisch — und wachsam.

Ragnarøkkr ist ein Kultur- und Geschichtsverein: offen, weltanschaulich neutral und demokratisch. Wir beschäftigen uns mit nordisch-germanischer Kultur aus Interesse an Geschichte, Handwerk und gelebten Tugenden — nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Gegen rechte Vereinnahmung

Wir treten jeder rechtsextremen, rassistischen oder völkischen Vereinnahmung nordischer Symbolik aktiv entgegen. Diese Symbole wurden im 20. Jahrhundert missbraucht und werden es bis heute — das verschweigen wir nicht, wir benennen es. Bestimmte Zeichen sind bei uns darum tabu, und wir zeigen sie nicht: die sogenannte „Schwarze Sonne" etwa ist eine Erfindung der SS ohne historischen Beleg; einzelne Runen wie Othala, Tyr oder Sig wurden von SS und HJ zweckentfremdet; die „Wolfsangel" ist ein modernes Emblem, kein altes. Wer solche Zeichen oder eine Ideologie der Ausgrenzung sucht, ist bei uns falsch.

Gegen Esoterik und Pseudowissenschaft

Ebenso klar grenzen wir uns von Esoterik, Runenmagie und Pseudowissenschaft ab. Runen sind eine über zweitausend Jahre alte Schrift — keine Geheim- oder Zaubersprache. Wir arbeiten kulturhistorisch und quellenkritisch: Wir trennen Beleg von Behauptung, zeigen Runen immer mit ihrer Übertragung und sagen ehrlich, was gesichert ist und was Deutung bleibt.

Für alle

Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Alter oder Behinderung spielen bei uns keine Rolle — ausser der einen Überzeugung: respektvoll und redlich miteinander umzugehen.